Packliste für den Segeltörn
Für eine Woche oder so an Bord, auf einem Charterboot oder mit Freunden. Platz ist knapp und alles wird klamm, deshalb ist die Liste kurz, und alles kommt in eine weiche Tasche.
Eine weiche Tasche, kein Koffer
Ein Hartschalenkoffer passt nicht in die Staufächer, und niemand will ihn eine Woche lang im Salon stehen haben. Nimm eine weiche Reisetasche, die sich flach falten lässt, und pack darin in Packsäcke.
Frag vor dem Packen, was an Bord ist. Manche Boote verleihen Ölzeug und Rettungswesten und haben Bettzeug, andere nicht.
Kalt auf dem Wasser
Auf dem Wasser ist es kälter als an Land, vor allem nachts und wenn der Wind auffrischt. Nimm eine warme Schicht und eine Mütze mit, auch wenn es heiß werden soll. Ölzeug hält Gischt viel länger aus als eine Wanderjacke, und Handschuhe schonen deine Hände an den Leinen.
Nimm Tabletten gegen Seekrankheit, bevor dir schlecht wird. Danach wirken sie viel schlechter.
Was auf der Liste steht
Eine Woche an Bord, mildes Wetter
Papiere und Geld
- Reisepass: Prüf, wie lange er noch gilt. Manche Länder wollen sechs Monate ab dem Tag der Einreise.
- Daten der Reiseversicherung: Die Policennummer und die Notfallnummer, auf dem Handy und auf Papier. Prüf, ob sie abdeckt, was du vorhast.
- Zwei Bankkarten, getrennt aufbewahrt: Wenn eine verloren geht oder gesperrt wird, hast du noch die andere.
- Etwas Bargeld: Nicht überall kann man mit Karte zahlen, und eine Karte kann genau dann gesperrt sein, wenn du sie brauchst.
- Tickets und Buchungen, offline gespeichert: Falls du kein Netz hast, wenn du sie brauchst.
- Notfallkontakte auf Papier: Wenn der Handyakku leer ist, hast du die Nummern trotzdem.
- Bootspapiere und Befähigungsnachweise: Wenn du Skipper bist, die Registrierung, die Versicherung und deine Scheine. In manchen Ländern wollen die Hafenbehörden sie sehen.
Taschen und Rucksäcke
- Rucksack, 20–30 Liter
- Weiche Reisetasche, kein Koffer: Ein Hartschalenkoffer passt nicht in die Staufächer an Bord.
- Wasserdichte Packsäcke: Für alles, was nicht nass werden darf, etwa Handy und Wechselkleidung.
Kleidung
- Unterwäsche × 5
- Socken × 5
- T-Shirts oder Oberteile × 5
- Lange Hosen × 2
- Kurze Hosen
- Etwas zum Schlafen
- Fleece oder warmer Pulli
- Isolationsjacke, Daune oder Kunstfaser: Abends wird es schnell kalt, sobald die Sonne weg ist, auch nach einem heißen Tag.
- Sonnenhut
- Warme Mütze
- Schlauchtuch: Gegen Sonne, Wind und Staub, und als dünne Mütze.
- Sonnenbrille
Schuhe
- Bootsschuhe: Sohlen, die auf nassem Deck greifen und keine Spuren hinterlassen.
Schlafen
- Schlafsack: Frag nach, ob es an Bord Bettzeug gibt. Wenn nicht, nimm einen Schlafsack für die kälteste Nacht mit, die du erwartest.
- Ohrstöpsel: Für dünne Wände und das Schnarchen anderer Leute.
- Schlafmaske
Essen, Wasser und Kochen
- Trinkflaschen: Füll sie unterwegs auf, statt Wasser in Flaschen zu kaufen.
- Snacks: Etwas, worauf du auch müde noch Lust hast.
- Kleines Messer
Waschen und Hygiene
- Zahnbürste und Zahnpasta
- Waschzeug
- Sonnencreme: Wasser wirft die Sonne zurück, du bekommst also schneller einen Sonnenbrand, als du denkst.
- Lippenpflege mit Lichtschutz
- Händedesinfektion
- Reisewaschmittel und ein paar Klammern: Diese Liste geht davon aus, dass du unterwegs Wäsche wäschst.
- Brille oder Kontaktlinsen, und Ersatz: Falls du welche trägst. Eine Ersatzbrille kann die Reise retten.
- Periodenprodukte: Falls du sie brauchst. An abgelegenen Orten sind sie schwer zu bekommen.
Erste Hilfe und Medikamente
- Erste-Hilfe-Set: Pflaster, eine Mullbinde, Tape, Schmerzmittel und Desinfektionstücher decken das meiste ab.
- Deine Medikamente, plus ein paar Tage Reserve: Pack sie so, dass du drankommst, nicht ganz unten in die Tasche.
- Mückenschutz
- Tabletten gegen Seekrankheit: Nimm sie, bevor dir schlecht wird. Danach wirken sie viel schlechter.
Handy und Elektronik
- Handy und Ladekabel
- Powerbank: Karten und Fotos leeren den Akku schnell.
- Reiseadapter für die Steckdose: Falls die Steckdosen dort, wo du hinfährst, anders sind.
- Mobile Daten fürs Ausland: Prüf, was dein Tarif im Ausland kostet, oder hol dir vorher eine eSIM oder eine lokale SIM. Eine lokale SIM braucht ein entsperrtes Handy.
- Stirnlampe mit Rotlicht: Mit Rotlicht bleiben deine Augen auf der Nachtwache an die Dunkelheit gewöhnt.
Orientierung und Sicherheit
- Offline-Karten auf dem Handy: Lade sie vor der Abfahrt herunter, solange du WLAN hast.
- Deine Route, bei jemandem zu Hause hinterlegt: Wohin du gehst, und ab wann man sich Sorgen machen sollte.
- Gezeiten und Törnplan
- Rettungsweste, die dir passt: Prüf, ob an Bord eine mit Schrittgurt für dich da ist, oder bring deine eigene mit.
- UKW-Handfunkgerät: Wenn du das Funkzeugnis dafür hast. Eine gute Reserve zum Funkgerät an Bord.
An Bord
- Ölzeug: Eine Wanderjacke hält Gischt nicht lange aus. Manche Boote verleihen Ölzeug, frag also nach.
- Segelhandschuhe: Leinen sind hart für die Hände.
- Segelmesser: Dort, wo du schnell drankommst.
Kleinkram
- Ein paar Zipbeutel: Für Nasses, Quittungen und das Handy im Regen.
- Stift: Für Formulare und das Logbuch.
- Buch oder E-Reader
Häufige Fragen
Was packe ich für eine Woche Segeln?
Eine weiche Reisetasche, Ölzeug, falls das Boot keins verleiht, Bootsschuhe, eine warme Schicht, eine Mütze gegen die Sonne und eine gegen die Kälte, Sonnencreme, Sonnenbrille, Tabletten gegen Seekrankheit, eine Stirnlampe mit Rotlicht und einen Schlafsack, falls kein Bettzeug da ist.
Welche Schuhe trägt man auf einem Segelboot?
Schuhe mit weichen, hellen Sohlen, die auf nassem Deck greifen und keine Spuren hinterlassen. Bei Kälte oder Nässe Seestiefel.
Brauche ich eine eigene Rettungsweste?
Die meisten Boote haben welche. Prüf, ob eine dabei ist, die dir passt, mit Schrittgurt, oder bring deine eigene mit. Kinder brauchen ihre eigene Größe.
Warum kein Koffer?
Er passt nicht in die Staufächer, und anderswo ist auf einem Boot kein Platz dafür. Eine weiche Tasche lässt sich wegfalten.
Was hilft gegen Seekrankheit?
Nimm Tabletten vor dem Ablegen, schau auf den Horizont, bleib an Deck an der frischen Luft und hab etwas zu tun. Iss oft ein bisschen.
Kann ich die Liste mit der Crew teilen?
Ja. Tipp auf Teilen und schick den Link. Alle können eine eigene Kopie behalten.
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Wir machen Pebbls, eine App, die unterwegs eine Karte und ein Tagebuch der Reise führt. Für all das hier brauchst du sie nicht.